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Eine Frage des Rechts

Unitymedia hat seine WifiSpots ausgebaut. Was Nutzer und Betreiber von offenen WLANs beachten müssen.

Seit der Änderung des Telemediengesetzes, die Ende Juli in Kraft getreten ist, sprießen sie wie Pilze aus dem Boden: offene Netze und Hotspots, die zum kostenlosen Surfen einladen. Aber ist das für den Betreiber und den Nutzer ganz frei von Gefahren? Seit dieser Reform wird der Betreiber eines offenen WLANs von der sogenannten Störerhaftung befreit. Das bedeutet, dass er nicht mehr für Fehlverhalten Dritter, die sein Netz nutzen, zur Verantwortung gezogen werden kann. So kam es in der Vergangenheit zu Abmahnungen und Ermittlungsverfahren gegen die Betreiber, da vor allem solche Netze genutzt wurden, um ungestört und vor allem anonym Rechte Dritter zu verletzten, z.B.: durch illegales Herunterladen von Musik und Filmen oder gar, um andere, schwerwiegendere Straftaten zu begehen. 

Man sollte sich am besten nur mit Netzen verbinden, deren Betreiber vertrauenswürdig sind und die Kommunikation zusätzlich absichern.

Carola Sieling, Kanzlei Sieling

Sicher surfen
Aber auch die Nutzung offener WLANs birgt Gefahren. Daten können von dem Betreiber des Hotspots oder auch von Dritten bei der Nutzung des offenen, unverschlüsselten WLANs ausgespäht werden. Man sollte sich deswegen in erster Linie nur mit Netzen verbinden, deren Betreiber vertrauenswürdig sind und die Kommunikation zusätzlich absichern, etwa durch VPN (Virtual Private Network). Die mithilfe von VPN aufgebaute Verbindung kann durch ein unsicheres Netz hindurch aufgebaut werden und die Kommunikation weitestgehend abhör- und manipulationssicher machen.


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