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Google, Slack und der Datenschutz

Tools wie Google G Suite, Trello oder Slack werden in Firmen immer beliebter. Gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen erleichtern diese Dienste auf einfache und kostengünstige Art die Zusammenarbeit.

Carola Sieling ist Fachanwältin für Informationstechnologierecht. In ihrer Kanzlei mit Niederlassungen in Paderborn und Hamburg berät sie Mandanten zu IT- und Internetrecht, zu Fragen rund um Datenschutz- oder Urheberrecht und allgemeine Geschäftsbedingungen.

Carola Sieling ist Fachanwältin für Informationstechnologierecht. In ihrer Kanzlei mit Niederlassungen in Paderborn und Hamburg berät sie Mandanten zu IT- und Internetrecht, zu Fragen rund um Datenschutz- oder Urheberrecht und allgemeine Geschäftsbedingungen.

Die Cloud ermöglicht plattformunabhängig praktische Funktionen, wie Chats, Kalender, To-do-Listen, Dokumentenbearbeitung und -organisation. Aber wie verhält es sich mit dem Datenschutz? Immerhin müssen die eigenen Daten zwangsweise auf fremden Servern gespeichert und verarbeitet werden. Zum datenschutzkonformen Einsatz muss eine Reihe von Anforderungen erfüllt werden. Handelt es sich bei dem Anbieter um ein Unternehmen mit Sitz in den USA, sind es noch einige mehr: Dann ist beispielsweise eine Zertifizierung unter dem EU-U.S. Privacy Shield nötig oder es müssen EU-Standardvertragsklauseln vereinbart sein.

Dienste wie Google, Trello und Slack sind in der Regel datenschutzkonform – der Teufel liegt aber im Detail

Carola Sieling, Fachanwältin für Informationstechnologierecht

Dienste wie Google, Trello und Slack können in der Regel eine entsprechende Zertifizierung nachweisen und wären damit datenschutzkonform einsetzbar, wenn nicht weitere Anforderungen für besonders schützenswerte Daten bestehen. Der Teufel liegt allerdings im Detail. Ihre Daten liegen eventuell an bestimmten Stellen unverschlüsselt vor. US-Unternehmen unterliegen außerdem dem Patriot Act, sodass Daten unter Umständen von den amerikanischen Bundesbehörden eingesehen werden können. Zudem steht im Mai 2018 die Novelle des Datenschutzrechts an. Das EU-U.S. Privacy Shield steht bereits jetzt in der Kritik. Deshalb ist es dringend nötig, die Rechtslage weiter zu beobachten. Denn Nutzer der Dienste sind und bleiben verantwortlich für etwaige Datenschutzverstöße.

Mehr Informationen zur Kanzlei von Carola Siegling gibt es hier.
 

© Flemming Holm