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Highspeed-Internet für smarte Landwirte

Surfen auf nur niedrigem DSL-Niveau, das ist im ländlichen Lauchringen Geschichte. Dafür hat Unitymedia mit „Fibre to the Building“ (FTTB) gesorgt: In der Gemeinde im Grenzgebiet zur Schweiz sind die Bürger jetzt an das Glasfasernetz mit bis zu 400 Mbit/s schnellem Internet angeschlossen. Eine besondere Lösung wurde für 3 abgelegene Bauernhöfe gefunden.

Die Digitalisierung ist längst auch in der Landwirtschaft angekommen.

Die Digitalisierung ist längst auch in der Landwirtschaft angekommen.

Während im Ort Glasfaser in rund 400 Haushalten verlegt wurde, war der Weg zu den Bauernhöfen am Ortsrand eine besondere Herausforderung. Obwohl sie bereits Hightech-Landwirtschaft betreiben und mit Melkrobotern oder satellitengestützten Systemen für die Feldarbeit ausgestattet sind, fehlte noch Highspeed-Internet. Damit es schneller geht legten sie selbst Hand an und verlegten die Lehrrohre in Eigenarbeit. Unitymedia stellte das Material und zog die Glasfaserkabel durch. Statt mit maximal 3 Mbit/s können die Bauern jetzt mit bis zu 400 Mbit/s durch die Ställe surfen.

Breitband dank Microtrenching

Zu Hilfe kam ihnen dabei das von Unitymedia in Lauchringen eingesetzte Microtrenching-Verfahren. Dabei muss für die Verlegung von Glasfaserkabeln nur ein 40 Zentimeter tiefer und 12 Zentimeter breiter Spalt in die Straße gefräst werden. Anschließend wird er mit einem isolierenden Granulat, das der Kabelnetzbetreiber in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Biberach entwickelt hat, verschlossen. Der Verlegeaufwand ist geringer, das Verfahren billiger und schneller als traditionelle Tiefbauarbeiten – gerade für die Bauern in Lauchringen ideal.

Alexander Schmidle ist mit dem Ergebnis zufrieden. „Das raubte einem fast die Nerven, wenn man da vor einem Computer mit langsamer Internetverbindung saß“, erzählt der Landwirt, der einen der Bauernhöfe betreibt. Viele Behördenanträge werden heute digital abgewickelt. Und auch die Biogasanlage ist vernetzt: Fallen Wartungsarbeiten an oder müssen Störungen beseitigt werden, setzt die Behörde schnelles Internet voraus. Schmidle und seine Landwirtekollegen sind jetzt bestens gerüstet.

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