Magazin

Willkommen in der Zukunft

Das analoge Fernsehen bei Unitymedia ist bald Geschichte. Wer auf digitales TV noch nicht vorbereitet ist, muss jetzt handeln – wie das Alten- und Pflegeheim Buchen-Hof in Bochum. Dort beginnt das digitale Zeitalter.

Techniker erklärt den Senioren einige Funktionalitäten

Techniker erklärt den Senioren einige Funktionalitäten

Manfred Saborowsky ist aufgeregt. Am Wochenende kann er endlich wieder die Spiele seines geliebten VfL Bochum live im Fernsehen verfolgen. Denn seit er im Sommer 2016 ins Alten- und Pflegeheim Buchen-Hof des Evangelischen Johanneswerks gezogen ist, steht sein Leben Kopf: Zwar warb das Heim auf seiner Webseite mit Kabelanschluss. Doch sein Sky-Receiver blieb schwarz. Dabei „war es schon ein Kriterium, nach dem meine Tochter und ich mein neues Zuhause ausgesucht hatten.“

Mit dem Umzug ins Altenheim ist es mit dem Fußballschauen plötzlich vorbei. Saborowsky beschwert sich – und stößt bei der Hausleiterin Petra Kersten auf offene Ohren. „Wir hatten hier zwar Kabelfernsehen, aber nur analoges. Deshalb wollten wir ohnehin modernisieren. Da Herr Saborowsky Druck gemacht hat, haben wir das Projekt etwas schneller realisiert als geplant“, sagt sie und lacht.

Hausleiterin Petra Kersten hat rasch erkannt wie wichtig schnelles Internet für die Senioren ist

In 5 Wellen vom 1. bis zum 27. Juni 2017 schaltet Unitymedia das analoge TV-Signal in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hessen vollständig ab. Wer dann nicht auf digitales Fernsehen umgestellt hat, sieht schwarz. „Dieses Horrorszenario wollten wir auf alle Fälle vermeiden. Für die Bewohner hier ist Fernsehen sehr wichtig“, sagt Kersten.

Erst Modernisierung, dann Digitalisierung
Deshalb schließt das Johanneswerk einen Neuvertrag mit Unitymedia ab – und schafft so die Grundlage für die notwendige Modernisierung. „Der Buchen-Hof wurde 1996 gebaut, damals hat niemand an die technischen Entwicklungen gedacht, die auch in Altenheimen relevant werden“, sagt Hausleiterin Kersten. Deshalb haben die Techniker von Unitymedia im Buchen-Hof einiges zu tun: Die gesamten Leitungen des Gebäudekomplexes mit rund 100 Bewohnern müssen erneuert werden.

Statt einfach geschirmten Kabeln wurden nun dreifach geschirmte verbaut. In einem dicken Hauptstrang ziehen diese sich vom Keller bis zum Dachboden, wo sie in der Hausverteilanlage zentralisiert und mit Technik für Verstärker versehen werden. „Das alleine war schon eine knifflige Aufgabe, da die Kabel auch in die Zwischendecken eingezogen werden mussten, wo es keine Rohre gab, durch die man die Kabel hätte stecken können“, sagt Buchen-Hof-Haustechniker Torsten Münch. „Die Techniker von Unitymedia haben das hervorragend gelöst.“

Zusätzlich werden die alten Dosen in den Zimmern durch moderne Multimediadosen ersetzt und die Dämpfungen durchgemessen. So kommt überall das gleiche Signal an – im Keller wie im obersten Stockwerk. Darüber hinaus verbauen die Techniker eigene Sicherungen für die Fernsehanschlüsse, damit die Bewohner auch dann noch in Ruhe fernsehen können, wenn anderswo eine Sicherung durchbrennt. 

Auf nichts verzichten müssen: Die Senioren genießen Kaffee und ein exzellentes, digitales Bild

Digitales Fernsehen und Internet: Senioren möchten beides
Mit den neuen Leitungen zieht auch schnelles Internet und damit mehr in den Bochumer Buchen-Hof ein. „Bisher haben wir nur einen Bewohner, der online ist. Aber ich bin sicher, dass sich das bald ändert. In Zukunft wird es sicher Menschen geben, denen hier schnelles Internet wichtig ist, zum Beispiel weil sie skypen wollen“, sagt Hausleiterin Kersten. Die Digitalisierung gefalle eben auch älteren Menschen.

Nebenan hat es sich die 91-jährige Margot Balthasar auf einem Sessel gemütlich gemacht. Die Umstellung auf digitales Fernsehen hat die Dame gelassen zur Kenntnis genommen – ihr Flachbildfernseher besitzt bereits einen eingebauten Receiver. „Viele Bewohner im Haus haben aber noch ein altes Röhrengerät oder einen alten Flachbildfernseher, diese brauchen Receiver, damit sie weiter fernsehen können“, sagt Hautechniker Torsten Münch. 

Es wird hier sicher bald Bewohner geben, die skypen wollen.

Petra Kersten, Hausleiterin des Buchen-Hofes

Streaming: Ein TV-Trend mit Mehrwert
Mit dem digitalen Fernsehen eröffnen sich für alle neue Welten: Das Fernsehbild ist brillanter als das analoge und die Tonqualität hervorragend. Dazu kommt eine deutlich größere Programmauswahl mit mehr als 100 frei empfangbaren digitalen Sendern. Und auch der neuste TV-Trend kann nun in alle Wohnzimmer der Republik einziehen: Streaming. Die Zuschauer müssen sich dann nicht mehr nach dem Programm des linearen Fernsehens richten, sondern sehen sich Sendungen an, wenn sie Zeit dafür haben.

 

Mit dem Horizon HD Receiver und Amazons Alexa zieht die Zukunft bei Margot Balthasar ein – die Dame ist schon aufgeregt.

Eine Möglichkeit, Streaming zu nutzen, ist Horizon von Unitymedia. Die TV- und Medienplattform verbindet klassisches Fernsehen, Video-on-Demand und TV-Archive sowie Inhalte aus dem Netz – mit einer Downloadgeschwindigkeit von bis zu 200 Mbit/s. Die App Horizon Go stellt die Inhalte zudem einfach mobil auf Tablet und Smartphone bereit.

Über den Horizon HD Recorder können Film- und Serienfans außerdem schnell auf das Angebot des Streaming-Diensts Netflix zugreifen. Wer im Kabelnetz von Unitymedia beliebte Serien wie die „Gilmore Girls“ oder „Narcos“ anschauen möchte, muss nicht mehr zwischen verschiedenen Geräten und Fernsehsendungen hin und her wechseln.

Digitale Assistenten: Ein intelligenter Service
Eine Sendung gestreamt hat die 91-Jährige Margot Balthasar bisher noch nicht. Sie schaut am liebsten Nachrichten, pünktlich zu Sendebeginn. Jetzt hält sie Amazon Echo in der Hand. „Ich kann nicht glauben, dass diese olle Box irgend etwas kann“, sagt sie und lacht. Sie staunt, als sie erfährt: In dem stationären Lautsprecher versteckt sich ein Gerät mit Sprachsteuerung, Amazons digitale Assistentin Alexa. Digitale Assistenten helfen bei TV-Programmauswahl, spielen Musik ab oder steuern vernetzte Haustechnik

„Alexa hat auf vieles eine Antwort: Wie wird das Wetter? Was gibt’s Neues? Wie hat der FC Bayern gespielt?“, sagt Michael Wilmes von Amazon Devices. Alexa spielt auf Wunsch Musiktitel oder Radiosender ab, erzählt Witze oder sucht nach einem passenden Kochrezept. „Sie kann aber noch viel mehr, steuert zum Beispiel das Smarthome“, sagt Wilmes. Alexa schaltet beispielsweise Haushaltsgeräte über das Internet an- und wieder ab.

Auch andere Unternehmen haben Alexa bereits für sich entdeckt und nutzen die Technik für ihre Produkte. Anfang des Jahres präsentierten Hersteller auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas mit Alexa ausgestattete Staubsauger, Kaffee-, Waschmaschinen oder einen Kühlschrank, den man per Sprachbefehl beispielsweise bittet, Rezepte aus dem Internet vorzulesen. 

Vernetztes Zuhause: Heizung, TV-Programm, Pizza – digitale Assistenten übernehmen immer mehr Aufgaben.

Vernetztes Zuhause: Heizung, TV-Programm, Pizza – digitale Assistenten übernehmen immer mehr Aufgaben.

Sprachsteuerung und TV: Die Produkte verschmelzen
Im April bringt Amazon zudem die neue Generation des Fire-TV-Sticks auf den Markt. Statt einen Receiver haben Nutzer nur einen Stick, der in den Fernseher gesteckt wird. Sofort können sie auf Streaming-Angebote, Apps und alles, was das Netz zu bieten hat, zugreifen.

Der Clou der neuen Generation: Der Stick verfügt über die Alexa-Spracherkennung. Drückt man den entsprechenden Knopf auf der Fernbedienung, nimmt Alexa beispielsweise die Pizzabestellung entgegen. „Das ist wirklich witzig“, findet auch Margot Balthasar und kichert. Die Zukunft ist also auch im Bochumer Buchen-Hof schon so gut wie angekommen.

 

Bildrechte © Florian Trettenbach, © GettyImages